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bloodhound_Landesmuseum

Schweres Geschütz fürs Landesmuseum.

Transport einer Bloodhound LB-64 von Zug nach Zürich ins Landesmuseum an die Ausstellung 'Imagine 68: Das Spektakel der Revolution'.

Sie stehen für die Jahre des Kalten Krieges: das Fliegerabwehr-Lenkwaffensystem BL-64, auch 'Bloodhound' genannt, ist vom 14. September 2018 bis zum 20. Januar 2019 als Teil der aktuellen Ausstellung im Landesmuseum in Zürich zu sehen.

Die beiden Gastkuratoren Stefan Zweifel und Juri Steiner zeigen in dieser Ausstellung ihre persönlich gefärbte Sicht auf die 60er Jahre.

Bereits 1961 war die Beschaffung des britischen Fliegerabwehr-Lenkwaffensystems BL-64 Bloodhound vom schweizerischen Parlament beschlossen worden und 1964 nahm die erste von insgesamt 9 Lenkwaffenstellungen den Betrieb auf, 1968 waren schliesslich alle Stellungen einsatzbereit.

Das war die Reaktion der Schweiz auf die damals rasch wachsende Luftbedrohung durch die beiden neuen Machtblöcke NATO und WAPA.

1999 wurden alle Feuereinheiten der Schweiz abgebrochen und das Material verschrottet. Die Militärhistorische Stiftung des Kantons Zug (MHSZ) liess mit Hilfe des Zuger Regierungsrates die Anlage auf dem Gubel bei Menzingen/ZG als komplette Infrastruktur unter Denkmalschutz stellen. So ist diese Anlage nun weltweit die einzige noch existierende Bloodhound-Fliegerabwehr-Lenkwaffenstellung und besitzt musealen Charakter.

Der Transport der Anlage inklusive der Lenkwaffen wurde von den Spezialisten von Welti-Furrer vorgenommen. Mit Hilfe eines Pneukrans konnte der Verlad in einen Sattelschlepper vonstatten gehen.

Vor Ort in Zürich angekommen, musste die Leihgabe über mehrere Meter schwebend über eine grosse Fensteröffnung in den 2. Stock des Landesmuseums verbracht werden. Im Museumsinnern erfolgte schliesslich die Verschiebung der Anlage mittels Luftkissen um etwa 50 Meter an ihren definitiven Standort, die Raketen wurden auf der Lenkwaffenstellung platziert und ausgerichtet.

Der Bloodhound entwickelte sich noch vor der eigentlichen Ausstellungseröffnung zum Publikumsmagneten!

Wir danken der Militärhistorischen Stiftung des Kantons Zug und dem Landesmuseum Zürich für diesen herausfordernden Auftrag!